Maskus: Es müssen Schutzengel gewesen sein

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Art.Nr.: 6331
Rudi Maskus

Es müssen Schutzengel gewesen sein

Das Schicksal eines Überlebenden aus Breslau in Schlesien

Hier berichtet ein Überlebender der Erlebnisgeneration über den Verlauf seines ereignisreichen Lebens in einer turbulenten Zeit. Eingebettet ist seine Biographie in den Verlauf der Zeitgeschichte seit dem Beginn der Weimarer Republik bis hin zur Gegenwart im Jahr 2006. Aus seiner Sicht werden die geschichtlichen Ereignisse dieser Zeit dargelegt: Folgen des Versailler Vertrages, Reparationen, Inflation, Hitler-Putsch, Bankenkrach und Weltwirtschaftskrise, Hitlers Machtübernahme, NS-Zeit, Zweiter Weltkrieg und Nachkriegszeit'.

Der Verfasser wurde 1920 in Breslau geboren und hat dort die Volksschule und das Gymnasium „zum Heiligen Geist" bis zum Abitur 1938 besucht, dann die Arbeitsdienstpflicht mit dem Einmarsch ins Sudetenland abgeleistet, anschließend Soldat in der besetzten Tschechoslowakei und Vom ersten Kriegstag an im Fronteinsatz in Polen, Frankreich und in der Sowjetunion, mehrfach verwundet, bei der Kursk-Offensive im Sommer 1943 in sowjetrussische Kriegsgefangenschaft geraten, aus der er erst nach fünf Jahren und vier Monaten entlassen wurde. Offiziell galt er als gefallen, wie man seinen Eltern amtlich mitgeteilt hatte, deren anderer Sohn bereits im Kriege gefallen war.

Als er mit dem Sommersemester 1949 sein Studium aufnahm, stand er buchstäblich vor dem Nichts. Er war völlig mittellos, hatte Heimat, Beruf und Besitz verloren. Nach seinen Studien in Bielefeld, London und Münster mit Promotion trat er 1951 in den Schuldienst ein, erhielt dann viermal einen Ruf an Hochschulen und Universitäten, wo er schließlich die höchste Sprosse der akademischen Karriereleiter erreichte. Als Emeritus der Universität in Bonn veröffentlichte er auch vier Bücher über die Vertreibung der Deutschen und trug dazu bei, daß in der postmodernen Erinnerungskultur das Vertriebenenthema angekommen ist. Er wurde nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen, daß seine eigene Vertreibung und die seiner Landsleute auf dem Hintergrund von Holocaust und den anderen von Deutschland ausgegangenen Verbrechen betrachtet werden müsse. Man erfährt, wie er die Spitzenpolitiker fortlaufend beraten und ihnen auch sein Konzept zur Überwindung von Massenarbeitslosigkeit und Terrorismus vorgelegt hat.

Sein anregender Briefwechsel mit den Spitzen der katholischen und evangelischen Kirche kommt zur Sprache. Als Wissenschaftler fühlt er sich allein der zu erforschenden Wahrheit verpflichtet, ohne Rücksicht auf den jeweiligen Zeitgeist und die daran anknüpfende political correctness. Er ließ sich von keinem Verein oder Verband vereinnahmen, gehörte auch nie einer politischen Partei an und ist bemüht, sich von allen politischen und weltanschaulichen Ideologien freizuhalten. Sein besonderes Anliegen sind Völkerverständigung und Aussöhnung mit den Ländern, gegen die Deutschland einen mörderischen Krieg geführt hatte.

Kart., 276 Seiten, 2. Auflage 2007

Inhalt:
Inhalt
Vorwort zur 1. Auflage    7
Vorwort zur 2. Auflage     11
Einleitung     12 Kind und jugendlicher
Die nächsten Verwandten     15
Kinderfreuden     20
Ein Herzensdieb    26
Der Esau und der Py     30
Schädelbasisbruch     49

Der Ernst des Lebens
Das Spiel mit dem Spaten    59
Aus Spiel wurde Ernst     61
Die Bunker waren nicht besetzt    65
Vier Ausfälle am ersten Tag     67
Im olympischen Dorf     72

Auf Leben und Tod
Da hatte es mich erwischt     75
Vom Verbandsplatz zum Lazarett     78
Ein gefürchteter General     82
Faszination eines Eiskunstlaufstars     91
Als Kompaniechef im Fronteinsatz     95
Hinter Stacheldraht
„Ukrainski, Ukrainski!    104
In der tatarischen Republik     111
Die tatarische Ärztin     127
Verhinderte Flucht     129
Gardekapitän Maximow     133
 Neuer Anfang
Ein Bett im Kuhstall     138
Start ins Zivilleben    142
Landarbeiter in der Schweiz     144
Als Student in England     146
Drei Staatsexamen     149
Höchste Sprosse der Karriereleiter
Zusatzstudium an der Universität     159
Dozent und Oberstudienrat     171
Außerordentlicher und ordentlicher Professor     181
Ordinarius an der Bonner Universität     185
Gründer einer Deutschen Gesellschaft     192
Als Emeritus der Universität
Auseinandersetzung mit Religionen     213
Korrespondenz mit Papst Benedikt XVI    220
Autor, Verleger, Buchhändler     227
Berater der Spitzenpolitiker    243
Gegen Massenarbeitslosigkeit und Terrorismus    257
Epilog
Die Neuzeit liegt hinter uns
Wir leben jetzt in Neuzeit 2
Neues Denken und Verhalten     271

Diesen Artikel haben wir am Mittwoch, 19. September 2007 in unseren Katalog aufgenommen.

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