Kostka: Morgen ist Barbara

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Art.Nr.: 5134
Geschehnisse, Gecshichten und Anekdoten aus der Steinkohlezeit erzählt von Bermann Karl Kostka

Mit diesem Buch hat der Autor die Erfahrungen, Schmerzen und Freuden des Grenzlandlebens in die Flöze der Heimaterde gemeißelt. Wer noch Erinnerungen an das Dreikaisereck hat, wird sich gern in Berggeists schwarzes Reich führen lassen und mit Schmunzeln die Humoresken lesen, die den Ausgleich schafften zwischen nervenaufreibender Arbeit im Stollen und schnapsfeuchter Fröhlichkeit über Tag.

Hrsg. von Edmund Kostka

 KARL KOSTKA wurde am 4. Februar 1880 in Wellendorf an der Oder (Landkreis Ratibor) geboren. Der Vater besaß ein Anwesen, die Familie war sehr groß, doch von den zwölf Kindern überlebten nur sechs den vorzeitigen Tod des Vaters. Karl, der Älteste, mußte hinfort für die Mutter und die Geschwister sorgen, eine schwere Bürde für einen jungen Mann, der kaum 18 Jahre alt war. Er beschloß, Bergmann zu werden. Auf der Heinitzgrube in Beuthen O/S war die Arbeit schwer und gefahrvoll, sie wurde jedoch gut bezahlt, und Karl war nun imstande, für die ganze Familie zu sorgen. Nach dem Ersten Weltkrieg erwachten die Gewerkschaften zu neuem Leben; Karl wurde Betriebsrat und schließlich Obmann, der im ganzen Dreikaisereck unermüdlich die Interessen der Bergarbeiter verfocht. Im Sommer 1924 erlitt er einen schweren Unfall unter Tage und mußte anschließend ein Jahr lang im Knappschaftslazarett liegen. Nach seiner Entlassung war er arbeitsunfähig, die kleine Rente genügte nicht, die hohen Lebenskosten zu bestreiten. Er begann zu schreiben. Das Honorar war gering, aber es war doch ein unentbehrliches Taschengeld. Karl Kostka hat die oberschlesische Heimat niemals verlassen. Am 14. August 1959 ist er im Alter von 79 Jahren in Beuthen 0/S gestorben.

EDMUND KOSTKA, M.A., Dr. phil., Universitätsprofessor; geboren 1915 im oberschlesischen Beuthen als Sohn von Karl Kostka; früher Widerstand gegen die Nationalsozialisten, Festnahme durch die Gestapo 1934; Flucht nach Warschau, dort Abitur; verwundet beim Luftangriff auf die polnische Hauptstadt, wird in Ostpolen vom NKWD aufgegriffen und als Strafarbeiter nach Sibirien deportiert; entkommt dem Arbeitslager 1941 und schließt sich der polnischen Exil-Armee in Kasachstan an; als Artillerie-Offizier Teilnahme an den Kämpfen in Italien; Studium in Rom, an der University of Kansas und der Columbia University; Hochschultätigkeit von 1948 bis 1988 an der Adelphi Academy, N.Y., dem College of St. Elizabeth in New Jersey, der Fairleigh Dickinson University in Madison, New Jersey, und der Juilliard School, Lincoln Center, New York; zahlreiche Veröffentlichungen auf dem Gebiet der »History of Ideas«; lebt derzeit in den USA.

Kart., 2001, 227 Seiten

Diesen Artikel haben wir am Dienstag, 24. Januar 2006 in unseren Katalog aufgenommen.

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